Die ersten offiziellen Olympischen Jugendspiele sind Geschichte. In den Sommersportarten. In der Saison 2011/2012 wird es das neue Riesen-Ereignis für Nachwuchssportler auch im Wintersport geben. Vom 13. bis 22. Januar 2012 finden die ersten Jugend-Winterspiele in Innsbruck (Österreich) statt. Zum Programm gehört auch Shorttrack.
Das Ereignis geht auf eine Idee von IOC-Präsident Jacques Rogge zurück. In Singapur fanden die ersten Sommerspiele statt, bei denen 2300 junge Sportler aus 202 Ländern in 26 Sportarten (im Grundsatz dieselben wie bei »normalen« Olympischen Spielen) um den Sieg stritten.
Der SPIEGEL resümiert: Von den Olympischen Jugendspielen waren alle begeistert: IOC-Chef Rogge lobte sich für seine eigene Idee. Die Jung-Athleten hatten Vergnügen, und Singapur empfahl sich als Spaßmetropole. Mit der Behauptung, dass es nicht um Höchstleistung gegangen sei, belügen sich die Funktionäre allerdings. [hier der komplette Text]
Die »Frankfurter Allgemeine« konstatiert: Die erste Ausgabe der Olympischen Jugendspiele in Singapur verlief erfolgreich, aber nicht ausgereift. Schon jetzt aber ist klar: Die Veranstaltung wird bleiben – und kommerzialisierter werden. Die Spirale zum Betrug hat Fahrt aufgenommen. [hier der komplette Text]

Logo der Olympischen Winter-Jugendspiele 2012; Quelle: Wikipedia
Die ersten Winter-Jugendspiele im Januar 2012 in Innsbruck hatte einen Vorläufer, die mehrmals ausgetragenen Europäischen Jugendspiele. Die offiziellen Olympischen Jugendspiele sind aber wesentlich höher angebunden. Der Welt-Eislaufverband ISU hat bereits Details über die Shorttrack-Wettbewerbe veröffentlicht. Das Wichtigste zusammengefasst:
- Ausgetragen werden die Distanzen 500 Meter und 1000 Meter, jeweils für Jungen und Mädchen, sowie eine Mixed-Staffel. Bei diesem Staffelwettbewerb bestehen die Mannschaften aus Jungen und Mädchen (2/2) verschiedener Länder, es ist also kein Nationenwettbewerb.
- Das Teilnehmerfeld ist auf 32 Sportler der Geburtsjahrgänge 1996 und 1997 limitiert (16 Jungen, 16 Mädchen). Die Sportler sind also zum Zeitpunkt der Jugendspiele 14 oder 15 Jahre alt (ggf. gerade 16 geworden). Aus einem Land können maximal 4 Sportler (2 Jungen, 2 Mädchen) teilnehmen.
- Als Qualifikationswettkampf gelten die Junioren-Weltmeisterschaften vom 25. bis 27. Februar 2011 in Courmayeur. Dort werden Quotenplätze pro Nation vergeben (also keine persönliche Qualifikation), und zwar entsprechend der Mehrkampfwertung. Die besten 3 Nationen erhalten zwei Startplätze, die folgenden 10 Nationen je einen. Österreich steht als Gastgeber ein Startplatz zu (ersetzt ggf. die letzte qualifizierte Nation).
Welche deutschen Läufer haben am ehesten die Chance, in Innsbruck 2012 dabeizusein? Das ist schwer zu sagen, denn gerade im Nachwuchsbereich gibt es oft unkalkulierbare Leistungsschwankungen. Nimmt man die Ergebnisse der Saison 2009/2010 in den teilnahmeberechtigten Jahrgängen, so waren bei den Juniorinnen Carlotta Berger, Theresa Niemeyer (Rostock), Johanna Gschwendtner, Lena Hochreiter (beide Inzell), Paula Schotte, Luise Mezger (beide Grafing), Laura Jacobs, Tina Rietzke, Elisabeth Witt (beide Dresden) die besten Deutschen, bei den männlichen Junioren Markus Graf, Felix Spiegl, Leon Kaufmann-Ludwig (alle München), Maximilian Kroner (Grafing), Tobias Pietzsch, Niclas Wendler, Maximilian Born (alle Dresden), Oliver Giese, Nic Schreiber (Rostock), Patrick Pawasserat, Fabian Weber (beide Mannheim), Florian Becker, Henry Lauber (beide Inzell). Zu beachten ist, dass eine mögliche Teilnahmeberechtigung durch ältere Läufer erlaufen werden muss, und zwar aus dem aktuellen JWM-Kader. 2012YOG
Links zum Thema:
OJS 2012 in Innsbruck | ISU-Reglement für die OJS | JWM 2011 in Courmayeur
KEY2011JWM
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