Während in Italien und den Niederlanden nationale Meisterschaften gelaufen werden, geht’s in Budapest im Danubia-Europacup um letzte Qualifikationen fürs Europacup-Finale (4.-6. März in München). Ein Blick auf diese Wettkämpfe.
Groningen: Spannung bis zum Superfinale
Bei den Meisterschaften der Niederlande in Groningen, einer Universitäts- und Hansestadt im Norden, holten sich Jorien ter Moers und Sjinkie Knegt (beide Heerenveen) die Titel im Shorttrack-Mehrkampf der Elite (mit A-Junioren).
Ter Moers kam mit drei Siegen (1500, 1000, 3000 mit Bonus) und einem dritten Platz auf 120 Punkte und verwies 500-m-Siegerin Annita van Doorn (Utrecht, 97) und Vorjahresmeisterin Yara van Kerkhof (Zoetermeer, 60) auf die Plätze. Ausgesprochen taktisch das 3000-m-Superfinale: Siegerin ter Moers benötigte 6:27,726 Minuten, war am Ende aber nur hauchdünn vor van Doorn (6:27,793), die bei einem Sieg Meisterin geworden wäre. Ter Moers hält mit 4:59,958 Minuten den (inoffiziellen) Europarekord.
Bei den Männern reichte Knegt der 1500-m-Auftaktsieg, weil er auf allen anderen Strecken Zweiter wurde und somit auf die siegbringenden 97 Punkte kam − drei mehr als Vizemeister Niels Kerstholt (Den Haag, 94), der über 500 und 1000 Meter gewann, Titelverteidiger Freek van der Wart (Zoetermeer, 50) rettete Bronze vor dem erst 16-jährigen B-Junior Itzhak de Laat (Leeuwarden, 46), der das Superfinale samt Bonus gewann. [Ergebnisse]
Pinerolo: Italienische Meisterschaften
Die Meisterschaften Italiens im Shorttrack wurden im Turiner Vorort Pinerolo ausgetragen. Das Eisstadion war während der Winterspiele 2006 Schauplatz der olympischen Curling-Wettbewerbe. Bis auf Titelverteidigerin Arianna Fontana (Predazzo), die mit einem Infekt das Bett hütet, und den verletzten Yuri Confortola (Rom) waren alle Asse am Start. Neuer Meister wurde überraschend der erst 17-jährige Tommaso Dotti (Mailand), der mit zwei Siegen den am ersten Tag ungeschlagenen Nicola Rodigari (Rom) noch abfing. Bei den Frauen landete Martina Valcepina (Predazzo) einen Vier-Strecken-Sieg.
Hinter Dotti und Rodigari holte Eduardo Reggiani (Mailand) Bronze. Vorjahrsmeister Yuri Confortola (Rom) konnte nach seiner Verletzung (Sturz beim Weltcup in Quebec) noch nicht wieder aufs Eis, war aber als Zuschauer dabei und hofft, bald wieder selbst mit auf dem Eis zu stehen.
Bei den Frauen waren nur vier Starterinnen im Wettbewerb, darunter zwei A-Juniorinnen, die auch noch Gold und Silber holten. Valcepina gewann mit optimalen 141 Punkten (inklusive 9-Runden-Prämie aus dem Superfinale) vor Elena Viviani (Bormio, 84) und Cecilia Maffei (Rom, 47). [Ergebnisse]
Budapest: Saulitis und Dénes im Danubia-Cup vorn
Über 200 Starter aus 14 Nationen (darunter Australien) in 10 Altersklassen bilden das Mammutfeld des dreitägigen Danubia-Europacups in Budapest. Bei den Großen (Senioren mit A-Junioren) haben sich nach drei Distanzen der Lette Jekabs Saulitis und die Ungarin Dénes Veronika durchgesetzt.
Saulitis gewann die 1500 und 500 Meter, wurde über 1000 Meter Zweiter und siegte mit 89 Punkten. Damit machte er sich ein vorzeitiges Geschenk zu seinem 21. Geburtstag in wenigen Tagen. 1000-m-Sieger Béres Bence (Ungarn) folgt mit 58 Punkten. Auf Platz drei rangieren punktgleich mit 21 Zählern Wojciech Kraśnicki (Polen) und Miloš Apeltauer (Tschechien). Bemerkenswert: Bei den B-Junioren gewann mit Liu Shaonlin Sandor (Ungarn) ein C-Junioren, und das mit makellosen 102 Punkten (und 45,057 s über 500 m).
Dénes Veronika gewann die 1500 und 1000 Meter und setzte sich mit 89 Punkten vor 500-m-Siegerin Sofia Wlassowa (Ukraine, 55) und der Slowakin Tatiana Bodová (34) durch. Den Mehrkampf der B-Juniorinnen gewann mit Kónya Zsófia ebenfalls eine Ungarin. Insgesamt gewann Ungarn sechs der zehn Altersklassen, zweimal war Lettland vorn, je einmal Tschechien und die Slowakei. [Ergebnisse] KEY2011ECD4
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