Renntelegramme aus Oberstdorf und Innsbruck

Bianca Walter

Nur 150 km trennen Oberstdorf und Innsbruck. Der Allgäuer Wintersportort erlebt den Deutschlandpokal Nr. 2, zugleich DESG-Ausscheidung für EM, WM und Weltcups. Im Shorttrackfinale bei den Olympischen Jugend-Winterspielen in Innsbruck gehen erstmals bei einer offiziellen Meisterschaft ländergemischte Staffeln an den Start.


Oberstdorf: Guter Start für Walter, Seifert, Priebst, Herrmann

Christin Priebst

Zum Auftakt des Deutschlandcups standen die 9-Runden-Zeitläufe (jeder allein gegen die Uhr) auf dem Programm. Schnellste Frau war Bianca Walter in 1:33,08 Minuten. Auch ihre Dresdner Vereinskolleginnen Julia Riedel (1:33,311) und Christin Priebst (1:34,819) blieben deutlich unter der Nominierungshürde von 96 Sekunden. Die verfehlte Elisa Lenke zwar knapp (1:36,299), sie hatte diese Norm aber bereits zuvor erfüllt. Für Julia Block (alle Dresden), Efi Papakonstanti (Oberstdorf) und Monika Heller (Grafing) war die Norm diesmal außer Reichweite.

Robert Seifert

Bei den Männern hatten schon im Saisonverlauf sieben die Normzeit geknackt, in Oberstdorf nahmen sogar acht diese Hürde. Am deutlichsten der Dresdner Robert Seifert (1:27,061). Er gewann diese Disziplin vor seinem Klubkollegen Paul Herrmann (1:28,030) und dem Rostocker Torsten Kröger (1:28,265). Unter 90 Sekunden blieben auch Daniel Zetzsche, Robert Becker, Christoph Schubert (alle Dresden), Hannes Kröger (Rostock) und Christoph Milz (Oberstdorf). Unter diesen acht ist eine spannende Konkurrenz um EM- und WM-Plätze zu erwarten.

Paul Herrmann

In der ersten Rennentscheidung setzte sich in einem flotten 1500-m-Finale bei den damen Christin Priebst vor Bianca Walter und Julia Riedel durch. Bei den Männern begann die Auslese schon im Vorlauf, von den acht »Normerfüllern« verpassten Hannes Kröger und − sehtr knapp − Daniel Zetzsche den Endlauf und dominierten dann das schnelle B-Finale. Im A-Finale ließ sich 1500-m-Spezialist Paul Herrmann nicht überraschen und verwies Torsten Kröger und Christoph Milz auf die Medaillenplätze.


Innsbruck: Witt mit Japanerin, Taiwanesen und Ami im Team

Yoggl

Zum ersten in der Shorttrack-Geschichte treten bei einem offiziellen Titelkampf Staffelmannschaften mit Läufern verschiedener Länder an. Außerdem gehören zu den Teams bei den Olympischen Jugendspielen in Innsbruck je zwei Mädchen und Jungen. Diese Mischung ist allerdings nicht neu, sie wurde in den 1990er Jahren bei Junioren-WM praktiziert. Leider haben es die Organisatoren nicht geschafft, die Nationen komplett zu verteilen, was bei acht Staffeln und maximal vier Läufern pro Land leicht möglich gewesen wäre. So gibt es eine Staffel mit zwei Italienern und zwei Ungarn, eine andere mit zwei Chinesen. Eine gute Idee nur halbherzig umgesetzt!

Elisabeth Witt (Dresden)

Die deutsche Starterin Elisabeth Witt (Dresden) hat dabei eine interessante Staffel bekommen: Sie läuft mit der Japanerin Sumire Kikuchi (Platz 5 und 3 in den Einzelentscheidungen), dem Taiwan-Chinesen Chang Yi-Cheng (zweimal 11.) und dem US-Amerikaner Thomas Insuk Hong (4. und 8.).

Und so ist es ausgegangen.


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