Dresden: Die nächste DESG-Ausscheidung

Die Linie von Bundestrainer Michael Kooreman gilt nicht nur bei den Senioren. Auch bei den Junioren geht eine Nominierung für internationale Einsätze nur über erfüllte Normzeiten (9-Runden-Zeitlauf) und knallharte Ausscheidungen. Die entscheidende dritte für die JWM gibt es am Wochenende in Dresden. Auch für Seniorin Efi Papakonstanti schlägt heute noch eine Stunde der Bewährung.

Während für die Senioren die 9-Runden-Normzeit bei 90 (Männer) bzw. 96 Sekunden /Frauen) liegt, sond es bei den Junioren 91 buw. 98 Sekunden. Zudem gelten für die Auswahl-Startplätze zu 99 Prozent ausschließlich die Ergebnisse der Ausscheidungen − keine Gesetzten, keine Sonderwege.

Shorttrack-Bundestrainer Michael Kooreman

Michael Kooreman

Naja, fast keine. »Wenn ein Sportler unverschuldet kein Ergebnis bei der Ausscheidung bringen kann, gibt es für den jeweils letzten Startplatz Spielraum, sofern ein gut begründeter Sonderantrag gestellt ist, aber das sollte die absolute Ausnahme sein«, sagt Michael Kooreman und verteidigt die harte Linie: »Die Athleten müssen lernen, mit Druck umzugehen. Das lernen sie nur, wenn sie auch öfter Druck ausgesetzt sind. Unser Ziel sind WM und Olympische Spiele, dort ist der Druck am größten, und darauf müsen die Sportler vorbereitet sein.«

Felix Spiegl (klick!)

Nach dem Deutschland-Cubp der Junioren werden die Tickets für die Junioren-bvxWeltmbeisterschaften in Australien vergeben. Es ist der dritte und wichtigeste (doppte Punktzahl) von drei Renntagen einer bSerie. Bei den Jungs haben bislang zwei die nötige Normzeit geknackt, der Dresdner Christoph Schubert (1:29,568) und der Münchner Felix Spiegl (1:30,670). »Bei den Mädchen noch niemand, Julia Block hat sich aber bis auf eine Sekunde an die Norm herangepirscht«, sagt Markus Tröger (München), der die Bestenlisten führt, »eine letzte Gelegenheit, die Norm zu knacken, haben die anderen am heutigen Dienstag in Dresden sowie am morgigen Mittwoch in München.«

Julia Block

Die Staffel-Norm haben die Jungs schon erfüllt, für eine konkurrenzfähige Mädchen-Staffel sind die passenden Jahrgänge in Deutschland leider zu dünn besetzt. Einzelstartplätze hat Deutschland für die JWM (24. bis 26. Februar in Melbourne) jeweils zwei.

Sollten keine Normerfüller dazukommen, bleibt es bei Spiegl und Schubert. Bei mehr männlichen Kandidaten steigt die Bedeutung des Junioren-Deutschlandcups am Wochenende, der dann den letzten Ausschlag für das Ranking gibt.

Papkonstanti (li)

Auch Elite-Läuferin  Efi Papakonstanti (Oberstdorf) unternimmt heute in Dresden noch einmal einen Versuch, die 9-Runden-Norm zu knacken. Gelingt ihr das, wird sie für das Weltcupfinale in Dordrecht nachnominiert.

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